aktuelle Termine

regelmäßige Proben

im Pfarrsaal in Sichtigvor

Aufgrund des Coronavirus werden die wöchentlichen Chorproben online durchgeführt.

Jeden Donnerstag

  • 20 Uhr  Probe

Proben gemäß Probenplan

andere Termine

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03./04.10.20 Probenwochenende

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12.11.20 um 19:00 Uhr Generalprofe für

              Messiah in Heilig-Kreuz-Kirche Belecke

 

13.11.20 um 19:30 Uhr Aufführung

              Messiah in Heilig-Kreuz-Kirche Belecke

 

14.11.20 um 19:30 Uhr Aufführung

              Messiah in Heilig-Kreuz-Kirche Belecke

 

Erläuternde Texte zu den einzelnen Stücken

Chorprobe in besonderen Zeiten

 

Was tun?

Ein riesengroßes Projekt vor Augen im November: “MESSIAH“, ein religiöses Popmusical über das Leben Jesu. Ein Stück, das deutschlandweit nur dreimal aufgeführt wird, weil es neu ist, weil es ein Riesenaufwand ist, weil religiöse Musicals nicht jedermanns und jederfraus Sache sind. Und nicht zuletzt: weil es vielleicht sogar ein Risiko ist, ein finanzielles auf alle Fälle, aber auch ein Risiko mit einem Musical über das Leben Jesu an die Öffentlichkeit zu gehen; in einer Zeit, in der es aus verschiedenen Gründen den Menschen nicht leicht fällt, sich zur Kirche und zum Glauben zu bekennen. Misstrauen, Kirchenaustritte, andere Lebensentwürfe als den Glauben an etwas, das nicht greifbar und damit vielleicht auch verzichtbar ist.

Als dann die Entscheidung gefallen war „Ja, wir packen das an“, bekamen wir Unterstützung in Form einer Risikoförderung aus dem Förderfonds „It Sounds Go(o)d - Christliche Popularmusik“ des Erzbistums Paderborn.

Eigentlich ist ein neues Chorprojekt eine Situation der Vorfreude, der Motivation, des Loslegens. Alles Mögliche muss organisiert werden: Was brauchen wir für die Aufführungen? Brauchen wir Podeste? Wer macht die Lichtinstallationen, die den Gesamtchor, die Sologruppen und die verschiedenen Solisten ins rechte Licht rücken? Singen wir mit Band oder mit Karaoke? Wer übernimmt welche Rolle? Wie bewerben wir die Aufführungen? Alles Fragen, die schon im Vorfeld bedacht werden müssen. Normalerweise...

Und dann die Frage angesichts der besonderen Situation: Corona, das nicht nur unsere Aufführung in Frage stellt, sondern unser Leben, grundsätzlich!

Alle Möglichkeiten haben wir durchgespielt. Alles abbrechen, verschieben, den Chor pausieren, weil wir von dem gemeinsamen Singen, von den Chorproben leben. Sicherlich: Wir haben in digitaler Zeit Übungsdateien, mit denen wir unsere Stimme einsingen können. Das erfordert Zeit und Disziplin, aber wir haben Übung darin, alleine zu proben.

Jedoch es heißt ja auch Chorgemeinschaft und das Treffen und Reden, der Austausch zwischen uns als Gemeinschaft: wie kann das gehen? Wie können wir uns im Blick behalten? Eine Erfahrung, die wir Menschen zur Zeit alle machen: social distancing, Abstand halten und trotzdem den Kontakt nicht verlieren. Sehnsüchte nach den Menschen, die uns etwas bedeuten, mit denen wir gerne Zeit verbringen möchten, die wir treffen möchten, mit denen wir ein gemeinsames Ziel verfolgen.

So entstand zunächst die Idee, zur gewohnten Zeit jeder und jede für sich, aber vielleicht doch gemeinsam zu proben: donnerstags um 20.00 Uhr, dabei vielleicht gemeinsam zu chatten.

Unsere Chorleiterin kam dann auf die Idee, nach einem Tool zu suchen, mit dem wir „digitale Chorproben“ abhalten können. Sie veröffentlichte diese Frage im Netz und bekam Resonanz von vielen Musikern europaweit. Es wurde nicht lange gefackelt und 40 Musikerinnen und Musiker probierten sich europaweit (!) in einer digitalen Konferenz, um über diese Videokonferenz Erfahrungen für ihre Chöre oder Orchester zu sammeln.

Die Idee war geboren, dies auch für unseren Chor nutzbar zu machen. Im Vorstand von Mixed Voices haben wir die erste Videokonferenz ausprobiert. Das war spannend und es gab ein großes Hallo, wenn der oder die nächste auf dem Bildschirm erschien. Wir konnten uns sehen, miteinander reden, uns vergewissern, das tat so gut. Am vergangenen Donnerstag gab es die erste Probe mit der Altstimme. Trotz einiger technischer Anfangsprobleme war es ein Erfolg, nicht nur musikalisch. Dabei werden die einzelnen Stimmen stummgeschaltet, weil es sonst aufgrund der Verzögerung chaotisch und verzerrt wird. Die ersten lästerten natürlich, dass es sich so anfühlt, wie früher in der Schule im Sprachlabor. Aber wir haben tatsächlich konzentriert geprobt und auch dabei herzlich gelacht: z.B. als eine von uns herzhaft anfing zu gähnen und es natürlich alle mitbekommen haben. Herrlich! Was haben wir gelacht...

Von nun an sind jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr erst einmal alle Chormitglieder eingeladen, sich auf dem Bildschirm zu versammeln und einfach nur zu reden über dies und das und sich zu freuen, dass wir uns im Blick behalten können. Danach wird ernsthaft geprobt: stimmenweise. Und wir haben die Hoffnung, dass unser Projekt im November umgesetzt werden kann und wir Sie als unsere Gäste begrüßen dürfen.

 

Barbara Bögge-Schröder


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